[Reportage über die Heuwehr / 29.10.2011]

Feuerwehrmagazin BrennpunktSelbst in Fachkreisen treten oft Unklarheiten auf, was die Aufgaben einer Heuwehr anbelangt. Das Feuerwehrmagazin Brennpunkt gibt daher in seiner aktuellen Ausgabe (5/2011) anhand eines Heuwehreinsatzes der FF Geiersberg (Heuwehrstützpunkt des Rieder Bezirkes) Aufschluss.

Die Heuwehren - in Oberösterreich bestehen neun, davon haben vier ihren Sitz im Innviertel - sind Teil des oberösterreichischen Katastrophenschutzes und dessen Stützpunktsystems.

Die Futtermittel-Einlagerungen vieler landwirtschaftlicher Betriebe, allen voran Heu, bergen die Gefahr der Selbstentzündung durch unbemerkte Überhitzung des Lagergutes. Sofern die Feuchtigkeitsbedingungen gegeben, steigern sich die Temperaturen im Heustock nach einer anfänglichen Gärungsphase und einer in weiterer Folge entstehenden mikrobiologischen Phase, welche das Wachstum wärmeliebender Pilze und Bakterien eröffnet bis hin zu einem Hitzestau bei 75 Grad Celsius. In dieser pyrophoren Phase treten Verkohlungserscheinungen auf und durch die Freisetzung von Rauch- und brennbaren Gasen bei Kontakt mit Luftsauerstoff kann eine Selbstentzündung entstehen.

Vor allem bei feuchteren Ernteeinbringungen hat demzufolge Prävention oberste Priorität. Warnsignal ist ein scharfer, siloähnlicher Geruch. Die Erstkontrolle erfolgt über eine Heumesssonde. Bei kritischen Werten kommt die Heuwehr ins Spiel. Die Ausrüstung umfasst Absauggerät, Heuschneider, Sammelstück, Feuerlöscher, Scheinwerfer, Absauglanzen und diverse Kleingeräte.

Für den Fall der plötzlichen Entzündung des Heustocks ist eine gefüllte Leitung mit Strahlrohr vor Arbeitsbeginn zu positionieren.
Zuerst wird der heißeste Punkt eruiert. Dieser befindet sich meist beim Abwurfkegel des Heus, der durch Gebläse oder Greifer entsteht.
Im Umkreis dieses Punktes werden im Abstand von ca. 50 cm sechs Heuwehrlanzen eingeführt.
Im Anschluss startet bei hohen Temperaturen der Absaugprozess mittels Gerät und den Lanzen. Der Temperaturverlauf ist in ein vorgegebenes Datenblatt einzutragen und die Temperaturentwicklung jeder einzelnen Lanze wird genau verfolgt. Auskühlende Lanzen werden entfernt und bei Bedarf in Nähe noch heißer Lanzen eingeführt.
Fällt die Temperatur auf 40 bis 45 Grad Celsius, erfolgt die Umstellung auf Belüftungsbetrieb bis zum Einsatzende.
Ein Fluten des Heustocks ist dann unumgänglich, wenn die Temperatur
120 Grad Celsius und mehr aufweist und erste Funken mitgesaugt werden.
Der Heuschneider kommt zur Hilfe und zum Einsatz, wenn erwärmte Stellen weiter innen im Heustock liegen und für die Lanzen somit schwer erreichbar sind. Das Lagergut kann damit Schicht für Schicht abgetragen werden.

Wegen neuer Ernteverfahren (Rundballenpressen etc.) sei die Zahl der Heuwehreinsätze laut HBI Marco Weilhartner, Kommandant der FF Geiersberg, rückläufig. Das Gerät fände aber weitere Anwendung: So konnte die
FF Geiersberg beim Brand eines Hackschnitzelsilos die Brandnester durch die Wasserzufuhr über die Lanzen erfolgreich bekämpfen.

Quelle: Brennpunkt (Ausgabe 5/2011)

Video: Ablauf eines Heuwehreinsatzes der FF Geiersberg



[Neuer Landes-Feuerwehrkommandant / 06.06.2011]

Dr. Wolfgang KronsteinerAm 1. Juni wählten die Bezirks- und Abschnittsfeuerwehr-kommandanten Oberösterreichs Dr. Wolfgang Kronsteiner zum neuen Landes-Feuerwehrkommandanten.
Er folgt somit Johann Huber, der mit Ende Mai aus gesundheitlichen Gründen seinen Ruhestand angetreten hat.
(Quelle: ooelfv.at, nachrichten.at)

Interview mit dem neuen Feuerwehrkommandanten Oberösterreichs | klick!
(Quelle: nachrichten.at)



[Artikel "Einsatz 2.0" / 12.04.2011]

Gefährlicher Feuerwehreinsatz. In Zukunft werden alle Beteiligten auf demselben Wissensstand sein (Quelle: hi!tech 01|11). | klick!



[Schaffung einer Führerschein-Ausnahmeregelung / 12.01.2011]

Die Schaffung einer Führerschein-Ausnahmeregelung für Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge bis 5,5 t für den Umfang der Lenkberechtigungsklasse B tritt per 1. Jänner 2011 in Kraft. Voraussetzungen sind der Besitz der gültigen Klasse B außerhalb der Probezeit, das Absolvieren einer feuerwehrinternen Schulung und die Ablegung einer internen theoretischen und praktischen Fahrprüfung (Quelle: oebfv.at). | klick!



[Führerschein Neuregelung für die Feuerwehren in Österreich / 25.07.2010]

Es war ein zweijähriger, zäher Kampf. Doch jetzt hat sich Josef Buchta, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, durchgesetzt. Verkehrsministerin Doris Bures ließ vor wenigen Tagen damit aufhorchen, dass Feuerwehrleute mit einem B-Führerschein künftig auch Einsatzfahrzeuge mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 5,5 Tonnen lenken dürfen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonte die Ministerin, dass der parlamentarische Beschluss noch in diesem Jahr fallen könnte (Quelle: oebfv.at). | klick!



[Lehrveranstaltungsplan OÖ LFS 2010/2011 / 08.05.2010]

Auf der Website des OÖLFV kann man eine chronologische Auflistung der kommenden Lehrveranstaltungen, die dazugehörigen Voraussetzungen für die Kurse und die Anmeldeformulare abrufen. | klick!



[Zivilschutz-Probealarm / 17.09.2009]

Zivilschutz-Probealarm 2009Der Zivilschutz-Probealarm wird am Samstag, den 3. Oktober, in ganz Österreich durchgeführt. Bei dieser Probe werden zwischen 12:00 und 13:00 Uhr nach dem Signal "Sirenenprobe" die drei Zvilschutzsignale "Warnung", "Alarm" und "Entwarnung" bundesweit ausgestrahlt. | klick!



[Kursprogramm für das 2. Halbjahr 2009 / 10.07.2009]

Die Bezirksstelle des Roten Kreuzes Ried i. I. bietet im 2. Halbjahr 2009 interessante Kurse an. Die 16-stündige Erstehilfe-Ausbildung ist übrigens Voraussetzung, um den Truppführer-Lehrgang zu belegen. | klick!



[Alles neu beim Bezirksfeuerwehrkommando Ried / 17.04.2009]

Im Zuge der Neuwahl des Bezirksfeuerwehrkommandanten am 26. März dJ im Feuerwehrhaus der FF Ried folgt auf Hans-Peter Raffelsberger nach 10-jähriger Amtszeit Friedrich Prenninger als Bezirksfeuerwehrkommandant. Letzterer war zuvor AFK des Abschnittes Obernberg.
Doch nicht nur in diesem Punkt gab es eine Veränderung: Auch die Ära der bisherigen Website des BFK Ried ging zu Ende. Den modernisierten Relaunch erreicht man ab sofort und ausschließlich unter www.ri.ooelfv.at (siehe Links).



[Stellungnahme zum Prüfbericht des Rechnungshofs 2008]

Feuerwehr-Landesrat Dr. Josef Stockinger und Landesfeuerwehrkommandant Landesbranddirektor Johann Huber nehmen gemeinsam Stellung zum vorgelegten Bericht des Landesrechnungshofes zum Thema "Das Feuerwehrwesen in OÖ". | klick!



[Wissenswertes / November 2008]

O Tannenbaum...

O Tannenbaum...Beißender Qualm statt Lebkuchenduft und Kerzenschimmer: Ein Zimmerbrand zerstört nicht nur die Weihnachtsfreude. Oft sind Einrichtung und Wohnung schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Wer sich diese böse Überraschung ersparen möchte, sorgt vor. Sind Kleinkinder oder Tiere im Haus, verzichtet man besser auf brennende Kerzen und Sternspritzer und greift statt dessen zu elektrischen Kerzen oder Lichterketten. Achten sollte man auf ein Prüfzeichen, das die elektrische Sicherheit gewährleistet. Das CE-Zeichen ist wenig aussagekräftig, besser ist das GS-Zeichen. Im Freien sollte man nur Lichterketten anbringen, die sich für den Außenbereich eignen und entsprechend gekennzeichnet sind.
Bei "echten" Kerzen sind bestimmte Vorsichtmaßregeln einzuhalten. Es empfehlen sich feuerfeste Unterlagen wie Porzellanteller oder Alufolie. Adventkranz und Christbaum sollten keinesfalls schon trockene Zweige aufweisen. Wegen der Gefahr des Austrocknens sollten Kranz oder Christbaum auch nicht in unmittelbarer Nähe von Heizkörpern platziert werden. Trockene Zweige brennen wie Zunder!
Brennende Kerzen dürfen nicht zu nahe an brennbaren Materialien angebracht sein. Also auf entsprechenden Abstand (ideal sind mindesten 25 Zentimeter) zu den oberen Zweigen, zu Christbaumschmuck und anderen Dekorationen achten, auch zu Möbeln oder Vorhängen. Lametta schaut aus wie Metall, kann aber zu brennen beginnen. Und Sternspritzer werden bis zu 1000 Grad heiß. Empfehlenswert sind Christbaumständer, die mit Wasser befüllt werden. Der Baum bleibt dadurch frisch und das Gewicht des Wassers verleiht zusätzliche Stabilität.
Auch ein Kübel Wasser sollte immer in Reichweite sein. Unter keinen Umständen sollte man brennende Kerzen unbeaufsichtigt oder gar Kinder damit allein lassen.

Quelle: Konsument, Ausgabe 12/2008




[Wissenswertes / Oktober 2008]

Zivilschutz-Probealarm - 99,61 % der 8126 Feuerwehrsirenen funktionierten

Zivilschutz-ProbealarmLetzten Samstag, 4. Oktober, wurde wieder ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Zwischen 12:00 und 13:00 Uhr wurden nach dem Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ in ganz Österreich ausgestrahlt. Der Probealarm dient einerseits zur Überprüfung der technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems, andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden.
Zu keinen Ausfällen kam es in Burgenland, Nieder-
österreich und Wien. In den anderen Bundesländern kam es zu lediglich geringen Ausfällen. Allgemein lagen die Ausfälle in den Bundesländern bei etwa 0.39% (2007 bei 0,37 %). Die Ausfälle werden wieder gemeinsam mit den Bundesländern zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen.

Quelle: ÖBFV




[Wissenswertes / September 2008]

Feuerlöscher in Spraydosenform - Trügerische Sicherheit

"Konsument international" berichtet, was andere Konsumentenmagazine schreiben - hier: Großbritannien - Schlechte Beratung in Elektronikfachmärkten.

Preisgünstige „Feuerlöscher“ in Form von Spraydosen erscheinen als praktische Alternative für „kleine“ Brände des Alltags (Griller, Bratöl, Automotoren etc.). Das belgische Magazin testachats warnt vor der trügerischen Sicherheit, die diese Produkte vorgaukeln. Es sei riskant anzunehmen, dass die Sprays tatsächlich genormte Feuerlöscher ersetzen könnten. Auch stellt sich die Frage, wie man einen „kleinen“ Brand definiert.

Quelle: Konsument, Ausgabe 09/2008




[Aktuelle Unwetterwarnungen-Karte für Österreich]




[Downloads]

» Brandschutzratgeber

BrandschutzratgeberFür all jene Besucher(innen) unserer Website, die sich intensiver mit der Thematik Brandschutz beschäftigen wollen, empfehlen wir den vom Bundesministerium für Inneres in Zusammenarbeit mit dem ÖBFV herausgearbeiteten Ratgeber.
Der Bogen spannt sich von allgemeinen Infos über Feuer bis hin zu vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz. Ein Abschnitt setzt sich darüber hinaus mit dem richtigen Verhalten in anderen Notfällen auseinander.

Ratgeber downloaden (80 Seiten / 4,64 MB). | klick!


» Foliensatz: Brandschutzratgeber

Einen guten Überblick verschafft der Foliensatz zu oberhalb hingewiesenem Ratgeber. Auf einen Blick werden Informationen knapp und prägnant vermittelt (20 Folien / 3,91 MB). | klick!


» Mal- und Lesebuch für Brandschutzerziehung online

Der Oberösterreichische Feuerwehrverband hat ein Mal- und Lesebuch für die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen publiziert. Das Buch steht hier zum freien Download bereit.

Quelle: OÖLFV




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