"...aus der Not heraus gegründet und für die Nächsten geschaffen..."
(Feuerwehr-Kurat Baireder)


Der Anlaß zur Gründung dieser Wehr war der Brand am 11. Januar 1923 beim Godlbauer in Eichetsham, zu dem die damals im Gemeindegebiete Eberschwang im engeren Brandplatzumkreis bestandenen FF "Eberschwang, Walling und Zeiling", da sie ihre Spritzen von Pferden ziehen lassen mussten, sehr spät zur Brandbekämpfung eintrafen.

Für die Gründung der FF Eichetsham waren drei abendliche Zusammenkünfte nötig, und zwar am 24. Februar 1923 im Gasthaus Maier, am 25. Februar 1923 beim ÖR Altbgm. Mayrhuber, Berndl in Mitterbreitsach und am 19. März 1923 abermals im Gasthaus Maier.
Protokollthema bei diesen drei Zusammenkünften der Hausbesitzer der Ortschaften Anetsham, Eichetsham, Greifenedt, Höhnham, Inzenaich, Mitterbreitsach und Vogelsberg, Gemeinde Eberschwang, war, welchen Namen die Wehr tragen und wo das Spritzenhaus errichtet werden soll. Von den in der engeren Wahl stehenden Ortschaften Anetsham, Eichetsham und Mitterbreitsach hat man sich für die zentral gelegene Ortschaft Eichetsham entschlossen, die Wehr nach ihr benannt und in dieser Ortschaft beim Gadermaier (Riedlbauer) auf dessen Grundstück, das er gratis zur Verfügung stellte, das Spritzenhaus erbaut.
Zum Wehrführer wurde August Lughover, Müller z' Eichetsham, gewählt.

Gründungsmitglieder der FF Eichetsham
Die Gründungsmitglieder beim Festabend anläßlich des 50-jährigen Bestandsjubiläums am 20. Juli 1973 im "Gasthaus zur Schweiz"

Finanzielle Grundlage zur Zeit der Gründung:
Von den zum Wehrbereich gehörenden Hausbesitzern mussten zum Ankauf einer Spritze etc. der Barbetrag von fünf Millionen Kronen aufgebracht werden. Johann Pumberger, Reisenberger in Eichetsham, streckte diese fünf Millionen Kronen für die am Vortage des 7. April 1923 erhaltene Feuerwehrspritze vor und übergab diesen Betrag am gleichen Tage in bar dem ehemaligen Bgm. Franz Lughofer von der Gemeinde Eberschwang.

Um 1923 gab es noch keine Motorisierung, die Spritze musste mit Pferden zum Brandplatz gefahren und das Feuer mit der Handpumpe bekämpft werden.


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